schmerzliche, demütigende Niederlage
Donnerstag, 11. September 2008
Was für ein Abend in Zürich! Erwartungsfroh waren rund 20'000 Zuschauer ins Letzigrund gepilgert, viele in der Hoffnung und zum Teil mit der festen Überzeugung, dass es ein Schützenfest für Hitzfeld's Truppe werden würde. Doch das Spiel lief von Anfang an überhaupt nicht nach dem Gusto der Zuschauer, vielleicht mal abgesehen vom aller ersten Angriff.. schnell liess aber die Konzentration, das Engagement, die Leidenschaft, die Überzeugung, die Kreativität usw. nach... so mussten wir uns im Stadion wie auch die TV-Zuschauer sich ein erbärmliches, mit vielen Fehlern behaftetes Spiel mit wenigen Torchancen der Schweizer mitansehen... und durften den wohl grössten Erfolg der Nationalmannschaft Luxemburgs mit ansehen! So ist es nun mal - die 3 wichtigen, pflichtigen Punkte sind weg. Zu beschönigen gibt es nichts... Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! So entstehen die wahren Champions erst nach einer bitteren Enttäuschung, dem tiefen Fall, in dem sie aufstehen und stärker sind als je zuvor... oder man nehme sich die U21-Nati als Vorbild, in dem sich dieses, durch in die A-Nati berufene Spieler, geschwächte Team nach misslungenem Quali-Start aufraffte und zuletzt u.a. zweimal den Gruppenfavoriten Holland bezwang und sich so die Barrage-Quali sicherte. Und ausserdem ist nach diesem Ausrutscher noch nicht alles verloren, denn man hat noch immer alles in den eigenen Füssen bzw. vielmehr Köpfen - braucht "nur" alle anderen Spiele zu gewinnen! Hoffen wir, dass unsere Nati-Kicker schon beim nächsten Auftritt in einem Monat, dann in St.Gallen gegen Lettland, auf die Strasse des Erfolges zurück kehren.
Unentschieden in Israel
Montag, 8. September 2008
2-2 spielte die Schweizer Nationalmannschaft am Samstagabend in Israel. Ein Resultat bzw. ein Punkt, mit dem vor dem Spiel wohl die Meisten zufrieden gewesen wären, wenn man bedenkt, dass Israel in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 19, die Schweiz nur auf Platz 43 klassiert ist. Ausserdem bekamen die Heimstärke der Israelis auch schon grosse Fussballnationen zu spüren, z.B. bei der letzten Endrunden-Qualifikation die Engländer (Unentschieden) oder die Russen (2-1 Niederlage). So durfte man vor dem Spiel mit einem Unentschieden durchaus zufrieden sein. Doch aufgrund des Spielverlaufes und einer 2-0 Führung unserer Kicker nach 70 Minuten, ist klar und verständlich, dass man mit dem 2-2 am Ende nicht zufrieden ist... und meines Erachtens auch nicht zufrieden sein darf, wenn man bedenkt, wie dilletantisch die Gegentore gefallen sind. Unglücklich würde ich die Punktverluste auch nicht bezeichnen, denn man konnte von Glück reden, dass der Schiedsrichter sicherlich kein Heimschiri war, bedenke man nur den nicht geandeten Elfmeter gegen die Schweiz. Trotz allem bin ich der Meinung, dass die Schweizer sicherlich aufopferungsvoll und mit viel Einsatz gekämpft haben. Der Punkt wird in der Endabrechnung wertvoll sein, sofern man alle Heimspiele gewinnt. Ich freue mich jedenfalls, auf die nächsten Spiele unserer Nati-Kicker - in Zürich und in St.Gallen.
eine neue Ära
Freitag, 5. September 2008
Ottmar Hitzfeld hat die Arbeit mit den Spielern der Schweizer Nationalmannschaft gestern aufgenommen. Nur gerade zwei Tage hat er Zeit, dem Team seine Philosophie zu vermitteln, denn am Mittwoch steht in Genf gegen Zypern schon das erste Länderspiel an, welches auch zugleich das letzte vor der im September beginnenden WM2010-Qualifikation ist. Ich bin mal gespannt, ob am Mittwoch bereits die Handschrift von Ottmar Hitzfeld zu sehen ist, obwohl die Zeit schon sehr kurz ist, und er natürlich den Fussball auch nicht gerade neu erfindet. Sicherlich positiv beurteile ich die Tatsache, dass der Trainer nur auf Spieler zählt, die in ihren Vereinen zu den Stammspielern zählen. So musste vorgängig zum Trainingscamp Mario Eggimann noch über die Klinge springen, weil er bei Hannover noch nicht wunschgemäss zum Zug kommt. Ich wünsche mir, dass gegen das unangenehme Zypern, ein positives Resultat rausschaut und mit einer guten Leistung das schwierige Unterfangen "Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika" mit Selbstvertrauen in Angriff genommen werden kann.
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